Sicherlich kennen sie Frikadellen aus dem fast food. Hier möchte ich ihnen eine Frikadelle ans Herz legen, die früher die Winzersleute zum Mittagessen warm oder aber zur Vesper gekühlt mit einem guten Wein sehr gerne gegessen haben.
Lassen Sie sich das Fleisch gleich beim Schlachter zusammen durchmalen. Zwiebel schälen, klein hacken. In etwas Butterschmalz gold anschwitzen.
Das Gehackte, das aus gleichen Teilen von Rindfleisch, Kalbfleisch und Schweinefleisch besteht, wird mit 50 g flüssig aber nicht heiß gemachter Butter vermengt. Dann 2 Eier,100 g Semmelmehl oder 2 in Wasser eingeweichte Semmeln, Salz, etwas gemahlener Muskat und die angeschwitzten Zwiebeln hinzu geben. Thymian säubern, Blättchen abzupfen und klein hacken, dem Fleisch beigeben. Den Weißburgunderessig dazugießen und alles ordentlich durchmengen - am einfachsten per Hand.
Aus der Masse formt man nun mit der nassen Hand runde oder längliche Klöße, die man mit geriebener Semmel bestreut. Dann die Klöße in eine Pfanne mit Butterschmalz anbraten und dabei im heißen Fett wiederholt wenden, bis sie schön gelbbraun sind. Im vorgeheizten Backofen bei ca. 140 grad noch einige Minuten durchziehen lassen.
Dazu gabs je nach Jahreszeit saure Bohnen, einen kräftigen Krautsalat oder aber ein Gemüse aus Gelbrübchen, Lauch oder Wirsing.
